Begegnungen

am

Heinz Günter Saemann

Liebe Schülerinnen und Schüler.
Liebe Freundinnen und Freunde des Taijiquan.

Manchmal sehnen wir sie uns herbei und manchmal meiden wir sie. Sie können uns Freude bereiten, in angenehmer Atmosphäre stattfinden, entspannend sein und unser Herz berühren. Sie können uns Heilung bringen. Jeder von uns kennt auch ihre Schattenseiten. Wir reagieren mit Angst, werden wütend, verlieren unser Selbstwertgefühl, spüren Aggression. Wenn wir respektvoll, offen und klar handeln, können wir reflektieren, neue Eindrücke gewinnen und in der Begegnung mit anderen uns selbst begegnen.

Das Üben der Taij-Formen mit ihren runden, weichen und fließenden Bewegungen hilft mir, mich wahrzunehmen. Ich spüre meinen Stand, kraftvoll und fest; eine Bewegung folgt der anderen. Ich lasse los und dennoch sind Idee, Energie und Bewegung zielgerichtet. Anfang und Ende lösen sich auf und ich schwinge in meiner inneren Kraft, begegne mir selbst. Im Wechsel zwischen Aktion und Reaktion in den Taiji-Partnerformen kommuniziere ich mit meinem Übungspartner. Ich lerne Energieabläufe zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Ich erkenne, welche Emotionen mich leiten und mich hindern, meinem Gegenüber offen und flexibel zu begegnen.

Ich wünsche euch, dass ihr anderen und euch in Offenheit und Klarheit begegnen könnt. Und mögen Begegnungen euch auf euerm Weg Hilfe und Stütze sein.

Heinz Günter

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