Sei still mein Herz

am

Ikebana

Sei still mein Herz
Die Bäume beten
Ich sprach zum Baum
Erzähle mir von Gott
Und er blühte
Rabindranath Tagore

Regenwolken

am

Ikebana

Regenwolken
verhüllen die Bergspitzen
Himmel und Erde
feiern ihre hohe Zeit
berühren das Herz des Meisters
Am Abend
erklingen seine Lieder
im trauten Kreis

Seit Wochen

am

Ikebana

Seit Wochen
nur Regen und Grau
Heute
scheint die Sonne
Sogar die Spatzen
scheinen zu lächeln

Begegnungen

am

Ikebana

Begegnungen
Zauber des Augenblicks
Manche hell
voller Kraft
manche schemenhaft
flüchtig
sind Spiegel
in denen ich mich erkenne
auf meiner Wanderschaft

Für Ada-Maria

am

Ikebana

Für Ada-Maria
Die Bäume sind noch kahl
Gestern sahen wir den ersten Schmetterling
In deinem Lachen
erwachte der Frühling
Kleine zarte Blüten
gelb und blau
tanzten mit uns
auf dem Weg ins Tal
In deinem Kinderherz
der Atem Gottes

Magische Worte

am

Ikebana

Magische Worte
Jede Silbe jeder Ton
Zauberkraft
Seelensprache
Unausgesprochen
wirken sie seit alter Zeit
enthüllen das wahre Eine
In der Stille der Nacht
im Verborgenem
hallen sie wider
in allen Welten
für die Suchenden

In manchen Nächten

am

Ikebana

In manchen Nächten

erstrahlt mein Inneres
nach stundenlangem Marsch
durch Traumlandschaften

zu neuer Menschlichkeit

In der Stadt im Tal

am

Ikebana

In der Stadt im Tal
geschäftiges Treiben
in einer Straße
Ein Mann
mit einer Laterne
am helllichten Tag
auf der Suche
nach Menschen
tastet er sich
durch verdunkelte Herzen
Sie nennen ihn
den Narren
Schon wieder
die Gelegenheit verpasst
einem Unsterblichen zu begegnen
Gott schütze
die Narren und Träumer

Hin und her

am

Ikebana

Hin und her
Her und hin
Was für ein Gerenne
an diesen Tagen
Keine Zeit
für Muse und Stille
Ich sehne mich
nach der Adventzeit
aus Kindertagen

Manchmal

am

Ikebana

Manchmal
will ich innehalten
ganz still und leise sein
will zu mir finden
für mich allein
Dann
komme ich
euch verändert vor
dabei bin ich
nur ver-rückt
in Raum und Zeit
Ein Augenblick mit Gott
Momente des Glücks